Geschichtliches

 

 

Im Jahre 1922 wurde unter der Leitung des damaligen Vorsitzenden des TSV Germania Pohle Otto Wittenberg der Musikzug als Schalmeinkapelle gegründet.

 



Um ein schöneres Klangbild zu erhalten, wurden 1928 die Schalmeininstrumente mit großer finanzieller Unterstützung einiger Musikfreunde und Musikliebhaber durch die heutigen Blasmusikinstrumente ersetzt.

Nach dem Krieg war es der Mitbegründer Heinrich Hartmann, der den Musikzug wieder ins Leben rief. Nach intensiver Übungsarbeit war es schon nach kurzer Zeit möglich, bei den großen Festen wieder dabei zu sein. Durch die Teilnahme an verschiedenen Musikwettstreiten wurde der Musikzug bald weit über die Grenzen des Heimatdorfs bekannt.

Um ein einheitliches Aussehen zu erhalten, wurde neben der weißen Turnerhose, die seit der Gründung getragen wurde, 1957 ein einheitlicher, hellblauer Uniformrock mit Mütze angeschafft. Diese Uniform wurde 1965 durch eine blaue Jacke mit schwarzer Hose und 1972 durch eine weinrote Jacke mit Mütze und schwarzer Hose ersetzt. Seit 1980 werden, wie bundesweit üblich, die Farben der Turnermusiker getragen.

Das letzte große Fest des Musikzugs wurde in Pohle im Mai 1997 anlässlich des eigenen 75jährigen Bestehens ausgerichtet, wozu alle befreundeten Vereine gern der Einladung gefolgt sind, um gemeinsam mit uns zu feiern.

Aus dem Dorfbild ist die „Kapelle“ nicht mehr wegzudenken. Sie ist immer zur Stelle, wenn sie gerufen wird und stellt sich uneigennützig in den Dienst der Dorfgemeinschaft.

So wurden auch die Umbauten am Dorfgemeinschaftshaus in Pohle 2001 finanziell durch den Musikzug unterstützt. Das Dorfgemeinschaftshaus wird immer am Donnerstagabend vom Musikzug als Probenraum genutzt.

Das Amt des Spartenleiters übt derzeit Dieter Kölling aus. Der Spartenleiter wird auf der jeweils zum Jahresende stattfindenden Spartenversammlung für zwei Jahre von den Mitgliedern des Musikzugs gewählt.

Unsere bisherigen Spartenleiter in der Chronologie

- Heinrich Hartmann

- Friedrich Steinmeyer

- Friedrich Kölling

- Heinrich Voß

- Heinz Schwier

- Manfred Witte

- Ingo Willann

 - Axel Elsner

 

- Heiko Martin 

 

- Dieter Kölling

 

Der weitere, derzeitige Spartenvorstand

- stellv Spartenleiterin

                 Antje Hauser

- Kassenwart

                 Nils Borcherding

- Schriftführerin

                 Sonja Wehrhahn

 

Pohler Hymne

 

- Pohler Allgemeine Zeitung, 19.08.1997 -

 

Alle singen begeistert mit, alle tanzen und freuen sich. Immer dann wenn die Musiker des TSV Germania die "Vogelwiese" anspielen. Doch keiner weiß wirklich, wie die "Vogelwiese" ins Sünteltal kam.

Selbst der Dirigent Heinz Schwier kommt dabei ins Grübeln: "Wir spielen die schon eh und je," sagte er auf die Frage des PAZ-Redakteurs, seit wann man denn die Hymne des Feuerwehrmusikzuges Bakede - Eimbeckhausen "geklaut habe".

Schwier beteuerte: " Wenn dann haben die uns sie geklaut !" Doch ganz so ist es nicht, wie der Ehrendirigent des Pohler Musikzuges, Friedrich Held, aufklären konnte. Er kennt die Lösung ganz genau und weihte die PAZ in das Geheimnis ein.

"Es war mein Musikkamerad und Ausbilder Heini (Heinrich) Buddensiek, der in den 50er Jahren mal mit diesem Lied ankam. Zuerst wollten wir es gar nicht spielen, aber dann forderten die Leute immer und immer öfter dieses Lied. Irgendwann brauchten wir dann keine Noten mehr, wir kannten alles auswendig," sagt der heute 80jährige Musiker.

Heinrich Buddensiek, der Freund von Fitze Held, leitete unzählige Jahre den Musikzug Bakede-Eimbeckhausen, zudem noch weitere Musikzüge. Er verstarb 1990 während eines Weihnachtskonzertes, mit dem Taktstock in der Hand. Held: "Der Heini hatte mal Urlaub in Bayern gemacht und ist dort an die Noten gekommen." Und über den Umweg Eimbeckhausen gelangten die Noten irgendwann auch einmal nach Pohle. Nur gut so, denn was wäre eine Feier, wenn nicht der Franz auf die Vogelwiese gehen würde !